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100 Jahre Fichtelgebirgsverein Nagel
 
Unsere Vorgänger im Fichtelgebirgsverein kämpften so wie wir heute darum, unser schönes Mittelgebirge für den Fremdenverkehr zu erschließen und die Kulturlandschaft weitgehend zu erhalten. Die Brauchtumspflege und das Erwandern der näheren und ferneren Heimat nahmen in unserem Vereinsleben stets eine bevorzugte Stellung ein. Hierbei wurde auch schon immer versucht, unseren Jugendgruppen die Liebe zur Natur, zu Pflanze und Tier, zur urtümlichen Landschaft und zu den Werken der Menschen im Fichtelgebirge, während der Heimatabende, bei Spiel und Sport, beim Wandern und Zelten und nicht zuletzt beim Singen und Musizieren näher zu bringen. Die Ziele unseres Heimatvereins haben sich in den vielen Jahrzehnten seit der Gründung, in den politischen Umwälzungen und in den Stürmen der beiden Weltkriege kaum verändert. Wir arbeiten nach wie vor für die Bewahrung und gleichzeitig für die schonende Erschließung unserer großartigen Mittelgebirgslandschaft, die uns selbst und auch unseren Gästen aus dem In- und Ausland vielfältige Möglichkeiten bietet, die Angebote zur Freizeitgestaltung und zur Erholung zu nützen und beim Wandern, Besichtigen und Besuchen neue Kraft zu tanken.
 
Der Fichtelgebirgsverein - ein Verein für alle
 
Man muss nicht lange erklären, warum der FGV die stärkste Gruppierung in der Gemeinde Nagel geworden ist. Viele fühlen sich in diesem liebenswerten Winkel des Fichtelgebirges, ihrem Dorf, ihrer Abstammung, dem harten und einfachen Leben ihrer Vorfahren, ihrem mit Ausdauer und Fleiß erworbenen Hab und Gut besonders eng verbunden. Sie denken nicht lange über Ziele und Werte nach: Sie haben ganz ohne Arg ihren Heimatort ins Herz geschlossen! Und nicht wenige der ,,Zugereisten" fühlen ähnlich, haben hier ein neues, vielleicht sogar ein erstes Zuhause gefunden.
 
 
Die Vorstandschaft 2011:
1.Vorsitzender:               Bruno Hartl
2.Vorsitzender:               Ludwig Schindler
Fotogruppenvorsitzender: Josef Pöllmann
Jugendgruppenleiterin:     Ulrike Schreyer
Kassier:                        Arnold Biewald
Schriftführer:                 Jürgen Schatz
Öffentlichkeitsarbeit:       Anna Schlicht
Naturschutzwart:            Jutta Czech
Kulturwart:                    Stefan Bayerl
Wanderwart:                  Hans Hütter
Hüttenwart:                   Georg Bayerl
Wegewart:                     Peter Hartl
Beisitzer:                       Stephanie Biewald
Beisitzer:                       Heini Bauriedel
 
 
FGV-Heim
Unser Vereinsheim : Das ehemalige Wohnhäuschen Mühlbühler Handelsleute (Früher Mühlbühl 48; nun: Ringweg 5) ging 1993 in den Besitz des FGV über. 1994-96 wird in gemeinsamer Kraftanstrengung der Aus- und Umbau zu einem dem Ortsbild angepassten und heimatnah ausgestatteten Vereinsheim vorangetrieben. Etwa 20 treue Mitglieder opferten rund 2100 Stunden ihrer Freizeit, um dem Verein ein neues Zuhause zu geben. Aufgrund ihrer besonderen Verdienste während des Umbaus erhalten Michael Ponader und Stefan Bayerl das Silberne Ehrenzeichen des FGV. 1996 erfolgt die Einweihung mit einem Festakt. Durch die Enthüllung einer Granitplatte an der Vorderseite des Hauses, widmet die Ortsgruppe ihr neues Domizil dem verstorbenen Ehrenobmann Hans König. 1997 baut Hans Hütter am FGV-Heim einen Unterstand als Brotzeitplatz für vorbeikommende Wanderer.
 
 
Kahnhaus
Seit 1977 ersetzt es den zu klein gewordenen Vorgängerbau von 1957. Es bietet Platz für 6 Ruderboote. Kahnverleih am Wochenende bei gutem Wetter (nach Absprache auch wochentags möglich - beim FGV nachfragen ! )
 
Prinzenfelsen
751 m
Die Aussicht geht südöstlich über Nagel zum Armesberg, dann über das obere Fichtelnaabtal zum Klausenturm, anschließend zum Ochsenkopf und zur Platte.
Die Prinzenfelsen liegen genau auf dem 50. Breitengrad.
Wenn man ruhig und entspannt auf dem Felsgipfel steht und die Augen schließt, so ist die Erdrotation spürbar (wird zumindest behauptet).
 
Frühere Namen:
um 1435: Scheferstein;1536: Schäferstein;1800:  Schieferstein;
im Volksmund: „Girglats-Staa“ = Girglstein
 
Im Jahr 1911 erhielten sie den Namen Prinz-Leopold- und Prinz-Ludwig-Felsen in Erinnerung an den Besuch dieser Wittelsbacher Prinzen im Fichtelgebirge in den Jahren 1905  und 1910. Auf den Prinz-Ludwig-Felsen führt seit 1913 ein Treppenaufgang.
 
Girglhöhle
 
Die Girg'l Geschichte:
Eine schaurig-traurige Geschichte trug sich zu in NAGEL im Fichtelgebirge am Beginn des 19. Jahrhunderts.
 
Damals gehörte ein Teil von Nagel zur Oberpfalz, der andere zur Markgrafschaft Bayreuth und so ging die Grenze zwischen Bayern und Preußen mitten durch das Dorf.
In Mühlbühl, an der alten Landstraße zwischen Wunsiedel und Kemnath, befand sich die Mauthstation und eine Bierschenke.
 
Auf bayerischem Gebiet lebte also um 1800 der Schmiedmatzengirgl, dessen Schicksal von Generation zu Generation weitererzählt wird. Ein Holz- oder Steinhauer war er wohl, wie die meisten Burschen zu dieser Zeit - kräftig, temperamentvoll und sehr verliebt. So schlich er eines Nachts zum Haus seiner Angebeteten und traf dort auf einen Grenzer, der ebenfalls zum Stelldichein gekommen war. Blind vor Wut und Eifersucht erschlug der Girgl den Nebenbuhler und schleppte ihn ins wilde, dicht bewachsene Tal der Gregnitz. Dann floh der Girgl durch den Wald ins preußische Gebiet, wo er vor den Gesetzeshütern sicher war. Eine Höhle, von mächtigen Granitblöcken gebildet, wurde nun sein Zuhause.
 
Im Sommer, wenn die Sonnenstrahlen warm und golden durch die Wipfel der Fichten fielen, war das Leben in Gottes freier Natur reizvoll und Girgls Tisch reich gedeckt. Die verschiedensten Waldfrüchte und Pilze wuchsen sozusagen "vor seiner Haustür". Wenn aber die Herbst- und Winterstürme über das Land gingen, wurden die Tage ungemütlich und das Lagerfeuer erwärmte Girgls Höhle nur spärlich.
 
Dann trieb der Hunger und die Einsamkeit den Girgl nachts über die Grenze nach Nagel, wo er am vereinbarten Treffpunkt in der Steinloh von seiner Mutter mit Lebensmitteln und Neuigkeiten aus dem Dorf versorgt wurde. Ein solcher Versorgungsgang wurde ihm auch nach sieben Jahren als Einsiedler schließlich zum Verhängnis. Ein Verräter hatte dafür gesorgt, daß bayerische Polizisten bereits auf den Girgl warteten. Sie verhafteten ihn und brachten ihn in das Gefängnis nach Kemnath, wo er mit dem Schwert hingerichtet wurde.
 
Die Höhle im Wald aber heißt bis heute die Girglhöhle.
(Quelle: Internetseite Gemeinde Nagel: www.erholungsort-nagel.de )
 
Das Bild zeigt den unteren Zugang.
In der Höhle führt eine Treppe zum oberen Eingang.
 
Hans-König-Brunnen
Der Hans-König-Brunnen wurde vom FGV Nagel im Jahr 1998 in rund 200 Arbeitsstunden erstellt und im Mai unter großer Anteilnahme eingeweiht. Der etwa 12 Tonnen schwere Brunnenstein war mittels Tieflader aus dem angrenzenden Wald an seinen neuen Standort gebracht worden.  Zur Entwässerung wurde eine 20 Kubikmeter fassende Sickergrube ausgehoben und mit Feldsteinen aufgefüllt. 1999 meißelte Steinmetzmeister Thomas Deyerl eine Widmung in den Brunnen ein. Der Hans-König-Brunnen liegt direkt am FGV-Hauptwanderweg "Quellenweg", und die Ruhebänke am schattigen Waldrand laden den Wanderer zu einer Rast mit herrlichem Ausblick ein.
 
Hohe Matze
Am 31. März 1990 stellte der damalige Obmann Peter Schiener unter Mithilfe von Stefan Bayerl, Andreas Schmiedinger, Herbert SölIner und Michael Ponader das neue, aus dauerhaftem Material (Aluminium) gefertigte Matzenkreuz auf. Am 24. Juni wurde das Gipfelkreuz auf der Hohen Matze feierlich eingeweiht. Dabei boten Mitglieder der Ortsgruppe den von Erich Pöllmann verfassten Prolog ,,Stimmen der Natur" dar.
Leider ist heute die Aussicht vom Gipfel durch Bäume ziemlich zugewachsen. Es lohnt sich, die Felsen etwas westlich vom Gipfelkreuz zu ersteigen. Dort hat man einen schönen Blick zum Ochsenkopf. Aber auch die Sitzgruppe am Fuße des Gipfels, direkt am Höhenweg, bietet einen lauschigen Platz für eine Rast unter schattigen Laubdächern.
 
Die Fotogruppe
Die Fotogruppe im FGV Nagel wurde im Jahr 1955 gegründet.
Seit 1958 waren wir Mitglied im VDAV (Verband deutscher Amateurfotografen-Vereine) gegründet 1908 - e.V.
 
Das wollen wir:
in einer Gruppe von Gleichgesinnten unser Hobby „Fotografieren“ ausüben und dabei viel Spaß haben.
Wenn Sie Interesse an folgenden Bereichen der Fotografie haben, kommen Sie zu uns!
-> Fotografie klassisch (Dia oder Negativ) oder digital
- Bildbearbeitung
-> Vertonte Diavorträge oder Multimedia-Präsentationen
-> Video (digital, analog)
 
Die Fotogruppe besitzt eine eigene Ausrüstung für Präsentationen, bestehend aus:
Projektor Mitsubishi WD510U
Dia-Projektor Rollei MSC 300
MC-AV-Steuergeräte Nokia und Kindermann
Verstärker, Lautsprecher etc.
 
Das bieten wir:
 
z.B.: Informationen über:
-> Bildgestaltung: Bei den Monatstreffen werden regelmäßig Bilder gezeigt und besprochen. Die Fotografen geben dabei gern Tips aus ihrem Erfahrungsschatz weiter.
->Technik: Zu brandneuen Entwicklungen, als auch zu „antiker“ Technik, eigene Erfahrungen, neueste Prospekte der Fotoindustrie
 
z.B.: Mitmachen bei:
-> Präsentationen, Dia-Schauen und Fotoausstellungen.
-> Fahrten zu Fotoausstellungen oder zu Vorträgen.
-> Gemeinsame Foto-Exkursionen erschließen neue Motive.
-> Geselligkeit: kommt nicht zu kurz, ob im Rahmen der Fotogruppe oder des Fichtelgebirgsvereins.
 
 
Mitgliedschaft in der Fotogruppe:
Der jährliche Mitgliedsbeitrag beträgt 10 Euro (Stand 31.07.2004).
Die Mitgliedschaft im Fichtelgebirgsverein ist Voraussetzung.
 
Achtung Änderung !
Die Fotogruppe trifft sich jetzt regelmäßig jeden ersten Dienstag im Monat (nicht Juli-August) um 20.00 Uhr
im Vereinszimmer im Gasthaus "Cemile" (vormals "ZUM WILDEN MANN") in Nagel.
Das FGV-Vereinsheim in Mühlbühl steht weiterhin für die Fotogruppenarbeit zur Verfügung.
 
 
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